InterInter
InterInter verbindet Menschen durch Musik, Tanz und andere Künste. Internationale Gäste und lokale Performer*innen, die jeweils eine eigene Ästhetik an Improvisation mitbringen.
Eine Reihe mit 10 Terminen – interdisziplinär, international, interaktiv, interventionistisch – gestaltet von und mit 5 lokalen Kurateur*innen aus Essen und Umgebung.
Improvisation
Improvisation ist gleichzeitig Lebenskonzept, als auch archaisches verketten von Erfahrungen, Erwartungen, Hoffnungen. Zwischenzustände sind stark vertreten in aktuellen sozio-politischen Themen, meist birgt die Aussicht Anlass zum Aufbruch. Zwischenzustände sind kein Vakuum, sondern wichtiger Aktionsraum. Improvisation als womöglich unmittelbarste Form der Gestaltung prüft die Relevanz von Ideen, lässt für diesen Zweck auch mal Aussagen unbeantwortet und wechselt spontan in jede Richtung. Der Zustand ist explorativ.
Termine
InterInter #2: Simon Camatta – DELTA
Parallelgeschichten laufen an diesem Abend wie Flüsse ins Delta. Simon Camatta verbindet (Duo)-Projekte aus Jahrzehnten zu einem gemeinsamen Programm aus Tanz und Musik. Gereifte Ästhetiken geben sich gegenseitig neue Impulse. Andernorts spricht man bei derartigen Ideen von Crossover, von Fusion-Projekt. Nicht so in der Improvisationkunst, wo Zusammenkünfte ständig passieren, zum natürlichen Lauf der Dinge zählen. Und doch gehört diese zu den Intensiveren.
- Flavio Zanuttini (IT) – Trompete
- Joana Kern – Tanz / Urbanart
- Ying Yun Chen – Tanz
- ST Kirchhoff – Gitarre
- Salome Amend – Vibraphon
- Simon Camatta – Drums
InterInter #3: Maria Trautmann – TEMPER
Diese Zusammenkunft erschafft Zustände kollektiver Gemeinschaft in filigranen Zeichnungen: nachaußen, stets auf der Suche nach der Resonanz im Raum, im direkten Kontakt zum Publikum.
Die Sechs verbindet die aktive Forschung zur Frage des „Kollektivs“, der Spaß an Details von pulsierenden Flächen und ratternden Geräuschen. Improvisation beinhaltet für sie das Jonglieren von im Moment Entstandenem aus Musik, Text, Bewegung.
InterInter #4: Hanna Schörken – DEAR NOISE
Aufeinandertreffen in New York City, Köln oder im Ruhrgebiet. Hanna Schörken sammelt Geschichten, Orte, Geräusche und fügt sie zusammen – irgendwann an anderen Orten. Durch die Welt gereist, trifft immer und überall Menschen, mit denen sie zusammenwächst. Durch gemeinsames Arbeiten und gemeinsam Erlebtes. Dear Noise ist ein improvisierter Brief an die Geräusche in dieser Welt.
Weitere 6 Termine in 2024 werden bald hier veröffentlicht.
Warum kuratieren wir?
Die fünf Essener Musiker*innen handeln in einer Misson, zu der Labor519 eingeladen hat:
„Warum kuratieren wir?
Kuratieren lässt uns über die Verbindung der ästhetischen/konzeptuellen Aspekte und der gesellschaftspolitischen Dimension unseres Handelns nachdenken. Es bietet uns die Möglichkeit, zu analysieren, was tatsächlich passiert, wenn Menschen akustische Erfahrungen teilen. Ausserdem, über die Bedeutung der Beziehungen nachzudenken, die zwischen den verschiedenen Akteuren (Klang, Publikum, Technologie usw.) entstehen.“
Ein Projekt im Rahmen von Neue Künste Ruhr, gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.
