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Solar-Café Europa – Was die Nachbarn tun
Du möchtest in einer Gemeinschaft Strom produzieren und nutzen? Oder besser gleich ein ganzes Kraftwerk besitzen?
Besuche einen besonderen Austausch rund um Möglichkeiten von Community-Energy-Projekten
- Spannende Gäste aus der Region und aus Europa
- Inspirierende Beispiele gemeinschaftlicher Energieprojekte
- Gemeinsame Ideenentwicklung:
Kann Dachflächen-PV ein weiteres Gaskraftwerk ersetzen? - Selber basteln, einfach Technik verstehen
- Persönliche Begegnungen, die Vertrauen in Technik und Regularien schaffen
- Kulturelle Highlights & kleine kulinarische Überraschungen
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Fragen, anmelden:
kontakt@labor519.de
+49 176 24022904
Du möchtest schon vorab community-energy verstehen? Wir empfehlen RESCOOP Europe
Du möchtest wissen, wo und wie community-energy Projekte europaweit existieren? Wir empfehlen die Energycommunityplatform
DIch interessiert, wie die deutschen Energiegenossenschaften organisiert sind? Hier ist der Verband: BBEn
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📅 Ablauf
Lerne an 4 Terminen, was wir tun können im Ruhrgebiet
Sa. 29 Nov 2025 – Kick-off 1
10:00–12:00 Uhr
Solar Café Europa - der Status quo
Industriekultur trifft Energiewende - Es geht um unser Industrielles Erbe im Ruhrgebiet und wie vielleicht besonders hier eine große Vertrauensbasis für community-energy im Internationalen Sinn geschaffen werden kann.
So war der Auftakt:
Das Ziel: Wie ersetzten wir ein weiteres Gaskraftwerk?
Eine Sammlung von Zahlen und Fakten wurde im Vorfeld durch den Regionalverband Ruhr unterstützt. Wie die lokalen Energiegenossenschaften arbeiten und wie ihre Situation ist, soll nun dazu eingeordnet werden.
Impulsvorträge:
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Hannah Müller (FernUniversität Hagen) definierte das Selbstverständnis im Internationalen Sinn: Bottom-up Konzepte, die skalierbar sind und ausschliesslich Invest/reinvest aus den vorhandenen Mitteln erzeugen, im Genossenschafts - Sinn selbstverwaltet bleiben, und nicht abhängig sind von Fläche oder Zuschuss durch allgemeine Energieversorger. Mitgedacht werden hier Teilnehmerakquise, Öffentlichkeitsarbeit, Fndraising - insgesamt als Sozial-Enterpreneurship. Sie zeigte, wie Community Energy zu einer sozial nachhaltigen Geldanlage werden kann und forderte niedrigere Einstiegsschwellen für Genossenschaften.
- Norbert Ross (Klimaagentur Rhein-Ruhr) berichtete aus seiner Beratungstätigkeit über große Informationsdefizite in der Bevölkerung und erläuterte aktuelle Fördermöglichkeiten.
- Thomas Tschiesche (Bürgerenergiegenossenschaft Ruhr West) Die Genossenschaft ist vor allem in Mülheim a.d.Ruhr tätig, stellte einfachen Geschäftsbericht vor, sowie ein geplantes 5-Hektar-Solarprojekt auf einem Feld. Tschiesche erläuterte das Try/Error der Genossenschaft der letzten Jahre: Um dem Informationsdefizit zu begegnen, sind Personalausgaben nötig, viele Klein-Anlagen generieren hierfür allerdings nicht genug Gewinn, Möglichkeiten zur Bebauung hängt stark von Kooperationsbereitschaft der Stadtverwaltungen ab.
- Josef Quanz (BEG 58 Hagen) schilderte die große Erfolgsgeschcihte der Photovoltaik weltweit. Die BEG baut und betreibt in Kooperation mit ihren Dachgebenden - Wohnungsgesellschaften, Kommunen und sozialen Trägern PV-Anlagen. "Mitmach-PV Gruppen" aus 80 ständig aktiven Personen bauen und warten sie Anlagen im Süd-Osten des Ruhrgebietes. An die Mitglieder wird eine jährliche Rendite von etwa 3,5% ausgeschüttet, soziale Projekte werden von den Gewinnen ebenfalls unterstützt.
Die Situation der Genossenschaften ist höchst unterschiedlich, der Erfolg hängt teilweise mit den Stadtverwaltungen und der Möglichkeit zum Eigenengagement der Mitglieder zusammen.
Die große Überraschung: Bei allen sind die Mitgliederzahlen steigend - in einer Zeit in der Bürgerbeteiligung in allen Bereichen stark abnimmt.
Dennoch gibt es noch keine "große Bewegung". Wo fehlt das Vertrauen? Welche Vorbehalte und Ängste gibt es bezogen auf Technik, Verwaltung, Regularien?
Wie läuft das alles bei unseren europäischen Nachbarn?
Eine Kombination aus klugem Investment, breiter Öffetnlichkeitsarbeit und unterscheidlichsten Partner*innen funktioniert.
Mitmachkonzepte wurden in Teamarbeit entwickelt um dem internationalen Gedanken von "community-energie", was auch Beratung, Überzeugung, Ehrenamt nicht dem Bau nachstellt, näher zu kommen:
Kneipentour, Gemeindezentrum, Alltagsgegenstände - nicht nur Paneele, auch Stoffe, Dachziegel, Folien sind PV-Fähig und so sind die Einsatzmöglichkeiten vielfältig. Technisches zum Netzausbau, Smartmetern, Speichermöglichkeiten wurde international verglichen und festgestellt:
1. Die Kapazitäten sind da, um mit ungenutzten Flächen im Ruhrgebiet ein mittelroßes Gaskraftwerk zu ersetzen.
2. Kooperation vor Konkurrenz - immer.
So. 7 Dec 2025 – Kick-off 2
Solar Café Europa #2 - Die Nachbarn und wir
Wie schaffen andere Regionen es, Kapazitäten zu bündeln, Potentiale zu nutzen, einer großen Anzahl Menschen Vertrauen zu schenken, die oft noch nie von community-energy gehört haben? Welche Themen müssen gemeistert werden und wie wirken die aus der Perspektive von aussen?
10:00–12:00 Uhr
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Richard Watson (Energize Sussex Coast, UK) – über erfolgreiche Community-Energy-Projekte in Südengland- Waren Teil des europaweiten Projekts CAN, das auch in Essen tourte zur Zeit der Grünen Hauptstadt Europas: https://vb.nweurope.eu/media/6310/can_broschu-re_deutsch.pdfBerichtet auch 1. über Öffentlichkeitswirksame Projekte die auch Menschen erreciehn und helfen, die sonst von "Energiearmit" betroffen sind, 2. über die starken Kooperationen zwischen den britischen Community energy assosiations, vor allem wenn es um die realisierung von Großprojekten geht.
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Silke Johanndeiter und Jonas Finke, PHDs des Lehrstuhls Energy Systems & Economics der Ruhr-Universität Bochum – zur Situation einer Energiegenossenschaft, die von Mitarbeitenden eines Energiekonzerns gegründet wurde (Johanndeiter) und einem online verfügbaren Tool. um eine PV-Anlage zu planen und den Ertrag/Verbracuh und viele Details vorher zu bestimmen:
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Solarenergie-Förderverein Aachen – zu Lösungen für Mieterstrom, den verschiedenen Modellen, wie auf Mehrfamilienhäusern PV gebaut wird, gibt es als Favorit die Gemeinschaft, in der jede*r mitmachen kann, aber alles was nicht genutzt wird, ins Netz eingespeist wird. Der SfV ist Experte, berät aber auch zu vielen Anderen Themen und geben Überblicke.
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Ansgar Alm, Grüne Hauptstadt-Agentur Essen – zu städtischen Förderprogrammen und Beratungsangeboten: Die Stadt hat aufgrund der Haushaltslage in 2025 schon nach kurzer Zeit die Fördeurng einstellen müssen, sodass viele FÖrderanträge nicht genehmigt werden können. Die GHA berät zu Förderungen von Land und Bund, die sehr vielfältig und teil kombinierbar sind z.B. für ein Balkonkraftwerk, für SOlar an Hauswänden, für Elektrik-Umbau in Ein- und Mehrfamilienhäusern gibt es vielfältige Förderung.
Die Idee aus der Perspektive von aussen: Beratung und Umsetzung findet andernorts mehr in Kooperation statt. Die Genossenschaften haben einen hohen Bekanntheitsgrad in der Bevölkerung durch vielfältige öffentlichkeitswirksame Projekte. Wir brauchen auch dieses Vertrauen - gegenseitig und aus der Bevölkerung - um Potentiale zu nutzen.
So. 7 Dec 2025 – Familien Workshop
13:00–14:00 Uhr
Solar Café Europa #3 - Lampen-Bauen
Beim gemeinsamen Bau kleiner Solar-Lampen kannst Du mit oder ohne Kinder bei uns "basteln". Unkompliziert lernst Du technische Grundlagen von Photovoltaik und Energiespeicherung.
Du suchst noch ein besonderes DIY Weihnachtsgeschenk? Oder ein schönes Licht für dein Fenster?
Bring ein Glas mit Deckel mit, unsere Holzwerkstatt ist ausserdem geöffnet!
Der Workshop wird geleitet von Norbert, der beim Solar-Café allgemeine PV-Beratung anbietet. - Keine Frage ist zu einfach!
Sat, 13 Dec 2025 – Impact & Learnings
10:00–12:00 Uhr
Solar Café Europa 4 - unsere Zukunft
Was tun wir nun? Was ist Deine Idee?
Wir sammeln und schauen in die Zukunft: Was ist sinnvoll, welche Anlagen sollen entstehen, wie können wir Menschen, Technik, Investition und Verwaltung zusammenbringen?
Hannah Müller (PHD energy commons FernUNiHagen) moderiert die Veranstaltung
Ollie Pendered / communityenergypathways (UK) - stellt ein vielfach bewährtes Modell vor, die idee in breite Stadtgesellschaften zu tragen.
Beate Petersen "BEG58" spricht im Bürgerenergie-Kontext über Netzwerkkultur und Interaktion mit Bürger*innen als Multiplikator in Projektarbeit.
Ronald Biallas - Solarbotschafter vom SolarFörderverein spricht über die "Packs drauf Kampagne": Solar-Partys im Rheinland und westlichen Ruhrgebiet.
Andreas Bolle / BUND Essen tba
Silke Johanndeiter Chair of energie Economics RUB zu Regularien
Eugen Mangazeev / meine-Solarmarkiese spricht über sein Startup, das unabhängig macht von Dächern und Balkonen durch PV-fähigen Stoff und die Erfahrung mit Anfragen und Kund*innen.
Internationale Gäste und weitere Bürger*innen, Genossenschaftler*innen, Vertreter von Institutionen (GHA), Beratung (Klimaagentur Rhein-Ruhr), Forschung (E.-E. RUB)
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Eine interaktive Werkstatt beinhaltet die Frage-Antwort-Tombola.
Merkt euch zum Beispiel:
Für das Stadtgebiet von Essen besteht Ende 2025 ein theoretisches Solarausbaupotenzial auf Freiflächen
von 321 MWp. Aktuell sind unter 0,5 MWp Leistung installiert. Das genutzte Potenzial ist demnach
unter 0,2 Prozent. (RvR, aufbereitet für Solar-Café Europa)
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Aus allen Erkenntnissen entsteht ein Modell für unsere Region, in dem Beteiligung, Investition, Installation, Flächen und Verwaltung mitgedacht werden.
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👥 wer wir sind: Team Solar-Café Europa
- Hannah Müller – promoviert und forscht an der FernUniversität in Hagen zu Energy Commons und gemeinschaftlichen Energiepraktiken. Details über Hannah
- Daniela Petry – Initiatorin Solar Café Europa
- Norbert Ross – Elektrotechnik-Ingenieur, PV-Berater Klimaagentur-Rhein-Ruhr, Initiator Heisingen Klimabewusst
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🗣️ Wen triffst du?
Offen für Bürger*innen, Initiativen und Fachpublikum.
Mit Workshops, kulturellem Begleitprogramm, Kulinarik und Musik.
Aktuell bearbeiten wir viele Anmeldungen.
Dabei sind Gäste aus England, Italien, Belgien, sowie Energie-Genossenschaften, Startups und weitere Akteuere im PV-Bereich aus dem Ruhrgebiet.
Hybridveranstaltung (vor Ort + online)
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📍 Wo
REALFOODSPACE Essen – Labor 519 e. V.
Mathildenstr. 23, 45130 Essen
(Parkplätze auf Anfrage verfügbar, wir bitten um ÖPNV Anreise)